Preiswerter Akku für Powerbook & Co.

Mein schon etwas in die Jahre gekommenes 12″-Powerbook wurde von mir in den letzten Monaten eigentlich nur noch recht selten genutzt.

Der Grund:
Der Akku ist platt! Mehr als fünf Minuten hält er nicht mehr durch, danach geht das Powerbook unmotiviert aus.

Ein neuer Akku von Apple selbst würde mit cira 150 Euro zu buche schlagen.
Für mich persönlich ein bisschen zuviel Geld, nur um das alte Powerbook aus dem Vorruhestand zu holen.
Abhilfe schaffen aber in diesem Fall die Anbieter von Dritthersteller-Akkus.
Sie versprechen baugleiche, kompatible Akkus für einen Bruchteil des Preises.
Einen dieser Akkus habe ich mir mal besorgt, ich war ja schon irgendwie neugierig.


(Gut verpackt kam der Akku bei mir an)

Die Batterie des Drittherstellers kostet um die 50 Euro, also gerade mal ein Drittel des Original-Akkus.

Vom Preis her auf jeden Fall schonmal sehr attraktiv.
Apropos attraktiv:
Rein optisch sieht das Dritthersteller-Produkt dem Apple-Original verblüffend ähnlich.
Hat man den Apple-Akku nicht im direkten Vergleich daneben liegen, könnte man meinen, man hätte ein Original-Zubehörteil vor sich liegen.





(links: Dritthersteller-Akku / rechts: Original-Akku)

Aber wie sieht es mit der Passform aus?

Der Akku geht etwas schwerer in den Akkuschacht rein, passt aber.
Allerdings liegen die Unterschiede im Detail:
Während der Apple-Akku sich nahtlos „anschmiegt“, sieht es bei dem Dritthersteller-Akku ein bisschen anders aus.

Man sieht einen leichten Spalt und es bildet sich hier und da die ein oder andere überstehende Kante.
Aber damit kann ich leben, zumal das Powerbook eh schon ein paar Gebrauchsspuren hat.





Kommen wir zur Akku-Leistung aus?

Das Teil ist ein Li-Ion-Akku und auf dem Etikett sind 5200 mAh vermerkt, also auf dem Papier etwas mehr als der Apple-Akku.

Im Alltagsbetrieb komme ich mit dem Nachbau-Akku auf etwa zwei bis drei Stunden Betriebszeit, je nachdem was ich mit dem Rechner mache.
Für 5200 mAh erstaunlich wenig, mit dem kleineren Apple-Akku hat das Powerbook zu seinem besten Zeiten gut vier Stunden Laufzeit erreicht.

Auch das Ladeverhalten des Akkus ist – nennen wir es mal – „seltsam“:

Der Ladevorgang dauert superlange, wenn das Powerbook ausgeschaltet oder im Ruhezustand ist.
Stecke ich das leere Powerbook Abends an, ist es am nächsten morgen ungefähr (laut Anzeige) zu 60 % geladen.
Wohlgemerkt: Nach ca. sechs, sieben Stunden Ladezeit!!
Schneller lädt der Akku, wenn man das Gerät anlässt.
Dann ist das Gerät nach einigen Stunden bei 100 %.
Warum das nun so ist: Keine Ahnung!
Das ist schonmal eine Sache, die mich ein bisschen stört.

Ein weiterer „Störfaktor“ ist in meinen Augen, dass das Powerbook anscheinend die Akku-Laufzeit bei diesem Akku nicht vernünftig berechnen kann.
Frisch aufgeladen zeigt das Powerbook eine Laufzeit von knapp vier Stunden an.

Nach ein paar Minuten Betrieb springt die Anzeige dann zwischen zwei und drei Stunden hin und her.

Auch Zusatzprogramme wie Coconut Battery oder ähnliche Apps zeigen keine vernünftigen Werte an.
Desweiteren scheint der Akku sich gegen Ende seiner Kapazität sehr schnell zu entladen.
Bis ungefähr 60, 70 % (laut Anzeige) braucht er ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden. Danach geht’s schnell gegen Null.
Teilweise springt er dann auch mal von 60 % direkt auf 5 % und möchte dann an den Strom gesteckt werden.
Irgendwie ein sehr seltsames Verhalten.

Ich habe mich mittlerweile dran gewöhnt, aber so ganz zufriedenstellend ist es natürlich nicht.

Mein Fazit:

Für knapp 50 Euro bekommt man in diversen Online-Shops Akkus von Drittherstellern zu attraktiven Preisen.

Wer mit den oben beschriebenen Macken leben kann (seltsames „Ladeverhalten“, ungenaue Akku-Anzeige etc.), spart auf diese Weise gut zwei Drittel an Geld im Vergleich zu einem Original-Akku von Apple.
Allerdings muss man auch dazu sagen, dass es Dritthersteller-Akkus wie Sand am Meer gibt.
Gut möglich, dass der eine Akku dem Apple-Original 1:1 gleicht, oder dass ein anderes Akku-Modell gerade mal eine halbe Stunde an Power liefert, bevor es wieder aufgeladen werden möchte.
Der Großteil der Akkus wird wahrscheinlich (so wie meiner) von Leistung & Design her irgendwo im Mittelfeld liegen.

In meinem Fall kann ich mit den Einschränkungen leben, würde ich damit beruflich arbeiten müssen oder wäre es mein einziger Rechner, würde ich das Ganze nochmal überdenken und wohl eher zum Apple-Akku greifen.

Nachtrag, 19.05.2010, 21:05 Uhr:
In den Kommentaren hatte freiform nach dem Händler gefragt, bei dem ich meinen Akku gekauft habe.
Ich habe den Ersatzakku über www.trade-shop-online.de bezogen.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für den Artikel. Wäre aber schön, wenn Du noch angeben würdest, woher du den Akku hast. Finde das beschriebene nicht unbedingt zum Nachkauf ermutigend..

  2. Sorry, hat ein bisschen gedauert, aber nun habe ich den Link zum Online-Shop hinzugefügt.

    Und ja:
    100 %ig empfehlen kann ich so einen „Dritthersteller-Akku“ nicht.
    Aber für meine Bedürfnisse noch ok. 😉

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.