Minecraft – Das Sandbox-Spiel aus Schweden

Im Jahre 2010 hat Markus Persson, auch bekannt als Notch, das Sandbox-Spiel „Minecraft“ herausgebracht.

Man konnte Minecraft schon in der frühen Alpha-Version (2010) für 10 Euro kaufen und auf diese Weise Notch und dessen Team bei der Entwicklung unterstützen.
Als Gegenleistung für diese Unterstützung hat man nicht nur die aktuelle Minecraft-Version bekommen, sondern man hat Zugriff auf alle künftigen Updates, Erweiterungen usw. (und natürlich auf die finale Version der Software).

Doch um was geht es in Minecraft eigentlich?

Das Programm generiert eine Zufallswelt in 3D, aus Millionen verschiedenen Blöcken, in schicker 8-Bit-Retro-Optik.
Man kann das Spiel entweder wie einen klassischen „Ego-Shooter“ aus der Egoperspektive spielen, oder man schaut der Spielfigur von oben über die Schulter, quasi wie bei Tombraider & Co.

Das Minecraft-Universum besteht aus Holz, Erde, Eisen, Kohle, Gold, Diamanten und noch vielen weiteren Rohstoffen mehr.
Die große Minecraft-Regel lautet: alles in der Minecraft-Welt kommt als Block daher. 😉

Doch nicht nur die Rohstoffe sind eckig, das gesamte Spiel kommt in Blockform daher:
Die Berge sind blockig/eckig, die Bäume, die Wolken, die Tierwelt – und selbst Sonne und Mond bestehen aus Blöcken.
Der Spieler selbst ist – natürlich – auch „blockig“. 😉

Aus diesen ganzen Blöcken kann man Gegenstände bauen („craften“).

Ein Beispiel:
Man „zerkleinert“ einen Baum und erhält Holzblöcke.
Aus diesen Holzblöcken baut man eine Werkbank.
Diese Werkbank ermöglicht einen, aus den Holzblöcken weitere Gegendstände wie z.B. eine Spitzhacke oder Schaufel zu bauen.
Mit Hilfe dieser Werkzeuge kann man dann Steinblöcke abbauen. Und mit diesen Steinblöcken baut man wieder bessere Gegenstände… so geht es dann immer weiter.

Man steht am Anfang quasi mit nichts da und erarbeitet sich immer weitere Dinge.

Hört sich zunächst einfach an – ist es auch.
Aber nach und nach stößt man auf immer neue Sachen und setzt sich selbst immer weitere, größere Ziele.
Selbst elektrische Schaltungen kann man mit dem entsprechenden Material („Redstone“) bauen.

Spielt man alleine, so gibt es im Singleplayer-Modus zum Beispiel den Survival-Modus.
Auch hier startet man in einer Zufallswelt, ohne jegliche Ausrüstung und muss – wie der Name schon vermuten lässt – überleben.

Hört sich zunächst einfach an, ist aber gar nicht so leicht, denn:
Bei Minecraft gibt es einen Tag/Nacht-Wechsel.
Das ist auf den ersten Blick jetzt nicht so schlimm.
Allerdings erscheinen unangenehme Zeitgenossen, sobald es dunkel wird:
Zombies, Creeper (die können sogar explodieren) und riesige Spinnen möchten dir ans Leder und machen die Nacht unsicher.

Also heißt es: möglichst schnell einen sicheren Unterschlupf bauen, Fackeln aufstellen (können z.B. aus Holz und Kohle hergestellt werden) und die erste Nacht überleben. 😉
Mutige Zeitgenossen lassen sich von diesen Kreaturen nicht verschrecken, bauen sich ein Schwert und gehen auf Monsterjagd.

Der Singleplayer ist ganz nett, man baut vor sich her, macht sich auf die Suche nach Rohstoffen, schaut, dass man von keinem Monster verpeist wird und baut immer tollere Dinge (es gibt z.B. einen „Minecrafter“, der baut sogar das komplette Raumschiff Enterprise im Maßstab 1:1 nach, zu sehen im folgenden Youtube-Video:


(mehr Infos zum „Minetrek“-Projekt gibt es auf dieser Seite *klick*

Viel interessanter als der Singleplayer ist jedoch (zumindest in meinen Augen) der Multiplayer-Modus.
Es gibt im Internet mittlerweile jede Menge Minecraft-Gameserver, auf denen man gemeinsam mit anderen Minecraft-Spielern auf Rohstoff-Jagd geht und fleißig (gemeinsam) baut.

Es gibt z.B. Server, auf denen ganze Städte entstehen und 30, 40 oder noch mehr Leute gemeinsam an Großprojekten basteln.

Ein integrierter Textchat ermöglicht die Kommunikation mit den Mitspielern, oft wird auf den Server aber auch über Teamspeak kommuniziert, so dass man auch „richtig“ mit seinen Mitspielern sprechen kann.

Auch die Modding-Szene hat Minecraft für sich entdeckt und entwickelt immer praktischerere, verrücktere und tolle Erweiterungen.
Angefangen von einfachen Multiplayer-Verwaltungstools (wer darf was auf dem Server), über RPG-MODs für Rollenspiel-Fans bis hin zu kompletten Währungs-MODs die ein richtiges, kleines Wirtschaftssystem in das Spiel bringen gibt es wirklich eine riesige Auswahl an Minecraft-Erweiterungen.
Wem der 8-Bit-Retro-Look des Spieles nicht gefällt, der kann sich übrigens alternative Texturen installieren und dem Spiel so seine persönliche Note verpassen.

Mittlerweile befindet sich Minecraft in der Beta-Phase und kostet 15 Euro.
Ich hatte „damals“ noch die Alpha-Version für ’nen 10er und mit Anspruch auf alle zukünftigen Erweiterungen erworben, aber selbst die 15 Euro für die aktuelle Beta-Version (inkl. der fertigen Version) ist das Spiel auf alle Fälle wert!
Sobald das Spiel die Beta-Phase verlassen hat und fertig ist, wird es für 20 Euro erhältlich sein.

Eine Warnung vorweg:
Minecraft ist ein richtiger Zeitfresser, egal ob man es alleine im Singleplayer spielt oder gemeinsam mit anderen Leute im Multiplayer.
Man setzt sich vor den Rechner, möchte „nur mal kurz“ etwas bauen und ruck-zuck sind drei, vier Stunden vergangen. 😉
Mit keinem Spiel habe ich mich in den letzten Wochen und Monaten so stark beschäftigt wie mit Minecraft.

Zum Schluss noch ein paar interessante Links zum Thema Minecraft:

Tolle (Einführungs)Tutorials zu Minecraft gibt es übrigens von Gronkh unter diesem Link *klick*

Viele Infos zum Spiel gibt es auch im Minecraft-Wiki *klick*

Und natürlich gibt es auch eine offizielle Minecraft-Seite -> www.minecraft.net

Eine tolle Community (inkl. Gameserver) bei der ich auch unterwegs bin (als Nico79) gibt es auf minecraft.de

Eine weitere Seite stellt unter www.thinkminecraft.de jede Menge Infos über Minecraft ins Netz!

Infos direkt vom Minecraft-Erfinder Markus Persson gibt es am schnellsten über Twitter, dort ist er unter @Notch erreichbar.

Ich selbst habe auch einen kleinen Minecraft-Gameserver aufgesetzt, Infos zum Server gibt es hier *klick*

 

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