gamescom 2012 – Der Besuch als „Nicht-Fachbesucher“

gamescom 2012 - Sackboy

Ich war gestern (Donnerstag, 16. August 2012), am ersten Tag für „Nicht-Fachbesucher“auf der gamescom. Also mir die ganz normalen Hallen angucken, ohne Termine im Pressecenter bei Publishern und sonstigen Ausstellern.

Und irgendwie muss ich sagen: wirklich spannend war es nicht, leider.
Wir liefen durch die Hallen und haben mal diesen und jenen Stand gesehen, oft aber nur von außen. FSK-bedingt dürfen die Messestände wohl nicht so gebaut sein, dass man mal den ein oder anderen Blick auf’s Spiel werden kann, wenn es für Minderjährige nicht geeignet ist. Also konnte man noch nicht mal einfach nur anderen beim Spielen zugucken, wenn es ein FSK 16 oder 18-Titel war.

gamescom 2012 - Need for speed

gamescom 2012 - Landwirtschafts-Simulator

Und selbst anstellen: da war der große Haken an der Sache: die Stände die interessant waren, waren logischerweise bei den Besuchern sehr beliebt und dementsprechend stark besucht. Man musste sich also in riesige Schlangen einreihen und eine halbe Ewigkeit warten um reingelassen zu werden. Die „Profis“ hatten Camping-Stühle dabei und rückten mit ihren Stühlchen Meter um Meter voran. Trauriger Rekord war die Schlange bei „Assassins Creed 3„: auf einem Schild neben der Schlange stand etwas von einer Wartezeit von aktuell ca. 300 Minunten. 300 MINUTEN!! Das sind 5 Stunden. Oder anders gesagt: die Hälfte der Zeit, die die Messe an einem Tag auf hat.
Und das halt für eine Fortsetzung eines Spiels. Aber auch bei anderen bekannten Spielen wie z.B. „FIFA 13“ sah es nicht anders aus.

gamescom 2012 - Wartezeit

Das Anstellen haben wir uns gespart, so groß war der Reiz dann doch nicht. So sind wir also durch die einzelnen Hallen geschlendert, haben ein bisschen gequatscht und uns die Dinge angesehen die nicht ganz so stark bedrängt waren – und haben sogar noch ein Exemplar des „Landwirtschafts-Simulator 2012“ abgestaubt! 😉

Ja, das die gamescom gut besucht ist war mir von vornerein klar. Und auch, dass man schon mal die ein oder andere Stunde anstehen muss. Aber: vielleicht sollten sich die Aussteller und die Messe mal irgendein Konzept ausdenken, wie man den Leuten die Spieler schneller und einfacher präsentieren kann. Die Besucherzahlen sind mittlerweile einfach viel zu hoch, als das man da mit dem bisherigen Ständen wirklich die Leute gut mit Infos versorgen kann. Vielleicht würde es mal Sinn machen, die Hallen nach FSK-Altersfreigaben aufzuteilen oder so ähnlich. Das „zerstückelt“ die einzelnen Aussteller-Stände natürlich, da ein Pubisher ja durchaus Spiele für unterschiedliche Altersgruppen hat, aber in meinen Augen wäre das durchaus mal eine Überlegung wert.

gamescom2012 - Stand

gamescom 2012 - Retro
Meine Besuchergruppe und ich waren uns auf jeden Fall einig, dass man viele der Infos auch bequem von Zuhause im Internet finden kann. Blogger und Co. die zu den Presseterminen auf der gamescom können sind einfach viel näher und schneller am Geschehen dran und finden dann auch in der Regel die passenden Worte, das Gesehene gut zu vermitteln.

Ach ja: eine Sache war jedoch wie jedes Jahr absolut sehenswert: die immer größer werdende Retro-Austellung: Von Pong über diverse alte Atari-Konsolen, Sega-Klassiker wie das Megadrive bis hin zum Gamecube – hier findet man die geballte Retro-Kultur auf einem Haufen. Super interessant und: viele Konsolen/Computer können ausprobiert und angespielt werden. Sehr schön!

Deshalb: 2013 werde ich mir den Weg zur gamescom wohl sparen, wenn nicht gerade irgendwelche absolut sensationellen Hardware-Premieren oder Vergleichbares angekündigt sind. Diese Jahr gab es einfach nix wirklich Lohnenswertes. Außer natürlich dem „Landwirtschafts-Simulator! 😉

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Und Du musst ja nur von Düsseldorf aus anreisen. Mir hat eigentlich schon der Besuch der GC 2006, damals noch in Leipzig, gereicht.
    Laut, überfüllt und elend lange Schlangen bei den interessanten Titeln. Warum man dann auch noch 5 Stunden ansteht, um einen Titel zu spielen, den man in 2 1/2 Monaten schon im Laden bekommt, ist mir echt ein Rätsel…

  2. Ja, in Leipzig war ich auch, als sie dort das letzte Mal war.
    Aber da hatte ich einen Presse-Ausweis und Termine. Das war um einiges interessanter. 😉

    Die Leute standen ja auch Stunden bei „Sleeping Dogs“ an – und das Spiel gibt es schon im Handel.

  3. Hm, wer weiß – vielleicht ist es das Gefühl „ich bin jetzt einmal hier und hab Eintritt bezahlt, da nehm ich das aber auch mit“. Mein Ding ist es definitiv nicht.
    Aber eine wirklich praktikable Lösung jenseits des „Wir bauen ein Kino auf und zeigen größeren Gruppen von Besuchern Szenen aus den Spielen“ fällt mir leider in Sachen Andrangkontrolle auch nicht ein.

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