Lost Cities für iOS

Lost Cities - Startbildschirm Lost Cities - Spielfeld

Seit heute ist das Spiel „Lost Cities“ im App Store verfügbar. Das Brettspiel von Reiner Knizia wurde von den Coding Monkey („Carcassonne„) für iOS umgesetzt. Ich habe es heute morgen bereits ein paar Runden gespielt und ich bin begeistert.

Das Spielprinzip ist schnell erklärt: Runde um Runde legt man Karten in bis zu fünf Reihen aus. Passenderweise gibt es im Spiel fünf Farben, so dass jede Farbe eine eigene Ablagereihe bekommt. Die Karten kann man jedoch nicht einfach wahllos ablegen, der „Clou“ bzw. Haken an der Sache ist, dass man sie nur aufsteigend ablegen kann. Legt man zum Beispiel eine „5“ ab, kann man nur noch eine „6“ oder höher anlegen, kleinere Karten wird man nicht mehr los.

Eröffnet man eine Reihe, bekommt man erst einmal 20 Minuspunkte. Diese kann (und sollte man) mit den ausgelegten Karten wieder ausgleichen. Legt man zum Beispiel eine „5“, „6“ und „10“ in eine Reihe, kommt man gerade so mit einem Pluspunkt heraus (-20 durch das Eröffnen der Reihe, 21 Pluspunkte durch die Karten = 1 Punkt). Geschicktes Auslegen ist also nötig, um möglichst viele Punkte zu bekommen.

Apropos geschickt: Neben den Zahlenkarten pro Farbe (2-10) gibt es noch sogenannte „Münzkarten“. Diese vervielfachen den Wert einer Reihe (eine Karte = x 2, zwei Karten = x 3, drei Karten = x 4), wenn man sie zum Eröffnen einer Reihe benutzt. Aber: sie vervielfachen allerdings auch die 20 Minuspunkte, die man bei der Eröffnung einer Reihe bekommt. Man startet also bei einer „Münzreihe“ die mit einer Münzkarte anfängt mit -40 Punkten. Bekommt man diese Reihe nicht ins Plus, hagelt es fleißig Minuspunkte.

Kann oder möchte man eine Karte nicht ausspielen, darf man diese Ablegen und der Mitspieler kann sich diese nehmen, wenn er nicht blind vom Nachziehstapel ziehen möchte. Nachgezogen wird am Ende jeder Runde. Das Spiel ist zu ende, wenn der Nachziehstapel leer ist und gewonnen hat der Spieler – wie so oft -mit den meisten Punkt.

Das war es eigentlich schon alles an Regeln. Im Spiel selbst werden die Spielregeln nochmal genaustens erklärt und auch ein Tutorial mit (optionaler) Sprachausgabe führt einen in das Spiel ein. Das geht ruckzuck und ist gut gemacht.

Man spielt „Lost Cities“ zu weit. Entweder gegen einen Computergegner oder gegen einen „echten“ Mitspieler. Dank Gamecenter-Integration findet man schnell und einfach Leute mit denen man eine Runde spielen kann. Dabei kann man sich entweder gezielt Leute aus seiner Freundesliste aussuchen oder man lässt sich einfach einen Zufallsgegner zuweisen.

Wie von den Coding Monkeys gewohnt, ist das Spiel sorgfältig und liebevoll umgesetzt worden. Die Grafiken kommen schick daher und alles wirkt wie aus einem Guss. Da kann man nicht meckern. Wie am Anfang schon erwähnt: schon nach wenigen Runden hat mich das Spiel begeistert und so wie es aussieht, wird es wohl (wie schon Carcassonne) eins der Spiele die ich nahezu täglich auf meinem iPhone spiele. Wer auch nur im Geringsten Interesse an Brettspielen hat, sollte hier zugreifen.

Lost Cities“ gibt es im App Store für € 2,99

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  1. Pingback: Lost Cities jetzt auch lang genug für das iPhone 5 | indanett.de – Nicos Multimedia-Blog

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