iPhone 3G und iOS4 – Die Entdeckung der Langsamkeit

Vor einiger Zeit habe ich iOS4 auf meinem iPhone 3G installiert.
Die langwierige Update/Installationsprozedur sollte wohl schon ein kleiner Vorgeschmack auf das Zusammenspiel von iOS4 und dem iPhone 3G sein.

Mein Fazit nach knapp 10 Tagen:
iOS4 läuft langsam, träge und instabil.

Hört sich jetzt erstmal hart an – aber es ist nun mal so.

Aufwändig programmierte Apps wie z.B. Spiele stürzen regelmäßig ab oder lahmen dermaßen herum, dass es einfach kein Spass macht.

Ein Neustart des iPhones hilft zwar kurzfristig, aber es kann ja auch kein Dauerzustand sein, dass man das iPhone vor dem Start einer „größeren“ App erstmal neu bootet.

Spiele wie zum Beispiel „Farmville“ oder „WeRule“ sind für mich auf dem iPhone 3G so gut wie unspielbar:
Der Sound stottert, die Spiele ruckeln und verabschieden sich nach wenigen Minuten.
Seit iOS4 habe ich keine einzige Runde „WeRule“ selbst beendet – immer kam mir das iPhone zuvor. Teilweise blieb sogar das gesamte iPhone hängen und war zu keiner Aktion mehr zu bewegen.

Nun kann man vielleicht sagen:
„Ooooh, Zynga mit ihren ganzen Casual-Games wie Farmville, die haben die doch nur schnell „hingerotzt“, damit die am AppStore-Boom mitverdienen.“

Ja, das mag‘ sein.
Aber diese hingerotzen Spiele liefen ja vorher auch.
Da gab es zwar ebenfall den ein oder anderen Absturz, aber sie liefen immerhin.
Und ruckelten sich keinen ab, bis sie irgendwann dann in Form eines Absturzes aufgaben.

Und selbst „Premium-Apps“ wie „Carcassonne“ von den CodingMonkeys (die ihr Fach wahrlich verstehen) laufen auf iOS4 bei weitem nicht mehr so rund wie „damals“™ auf der 3er-Version des iPhone-Betriebssystems.

Apple hat zwar iOS4-Version für das iPhone 3G erheblich abgespeckt (kein Multitasking, keine Wallpaper etc.), aber selbst diese „Light-Version“ scheint für das in die Tage gekommene iPhone schon ein bisschen zuviel zu sein.
Selbst Apple-eigene Apps wie Mail oder Safari laufen zeitweise sehr langsam und reagieren teilweise sekundenlang auf keine Eingabe.
Sehr, sehr nervig!

Die Möglichkeit Ordner anzulegen und auf diese Weise mehr Apps auf dem iPhone parat zu haben ist zwar eine feine Sache – doch was soll ich mit den ganzen Apps, wenn die dauernd abstürzen oder aber in ihrer Performance einfach nur noch unterirdisch sind?

Auch „einfache“ Apps wie der Twitter-Client „Echofon Pro“ stürzen regelmäßig ab, auch „Reeder“, ein schicker RSS-Reader, werden regelmäßig automatisch beendet.

So macht das neue Betriebssystem auf jeden Fall keinen Spass.
Bleibt zu hoffen, dass sich die Situation mit einem kleinen Update auf iOS 4.1 etwas verbessert.
Wünschenswert wäre es ja… aber ich befürchte schon fast, dass die Power beim iPhone 3G dafür einfach nicht mehr reicht.

Auf dem neueren iPhone 3GS und dem iPhone 4 scheint es diese Probleme ja nicht zu geben… doch so ein iPhone 4 bekommt man als Telekom-Bestandskunde ja nicht so einfach.
Aber das ist eine andere Geschichte

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