Canabalt – Das einzig wahre Jump’n’Run?

Vor kurzem bin ich auf das Spiel „Canabalt“ aufmerksam geworden.

Das Spiel ist relativ schnell erklärt:
Man steuert ein Männchen welches auf der Flucht ist und dabei von links nach rechts über den Bildschirm läuft, dabei sieht man das Ganze von der Seite, wie bei einem der guten, alten 2D-Jump’n’Runs.

Die Steuerung beschränkt sich bei dem Spiel auf ein einziges Element – man muss der Figur nur sagen, wann sie springen soll und wie hoch. Das war’s!

Hört sich langweilig an?
Dachte ich zuerst auch.
Aber das Spiel fesselt und entwickelt – trotz der eingeschränken Steuermöglichkeiten – eine ganz eigene Dynamik, denn:

Man muss zwar „nur“ tippen, damit die Figur springt, aber der Sprung muss wohl überlegt sein.
Springe ich hoch genug (je länger man drückt, desto höher und weiter der Sprung)?
Springe ich an der richtigen Stelle?
Oder ist es manchmal sinnvoll, durch eine Kiste zu laufen?
Auch wenn ich dann langsamer werde, dafür aber den nächsten Sprung schaffe?
Besteht eventuell die Gefahr, dass man zu früh abzuspringt und somit zwar über die Kiste kommt, aber nicht mehr über den Abgrund, welcher hinter der Kiste folgt?

Das sind alles Entscheidungen, die in sekundenschnelle getroffen werden müssen und das sorgt für Adrenalin pur.
Die Figur bleibt nämlich nicht stehen, sondern läuft immer schneller und schneller, gebremst wird sie nur, wenn sie durch Gegenstände wie Kisten, Stühle und so läuft, statt drüber zu springen.

Ach ja: Man hat übrigens nur ein Leben.
Klatscht man gegen eine Mauer, fällt man in ein Loch oder wird weggesprengt (gelegentlich fallen auch mal Bomben vom Himmel), dann ist das Spiel vorbei und man kann sich in die lokale Highscoreliste eintragen.

Oben links in der Ecke wird in Metern gemessen, wie weit man gekommen ist.
Dieser Entfernungsmesser ist auch der große Reiz bei dem Spiel und spornt einen immer wieder an, nochmal zu spielen.
Frei nach dem Motto: Ein paar Meter mehr gehen immer! ;-)

Eine Online-Highscorefunktion gibt es zwar noch nicht, aber momentan kann man seinen Punktzahl schonmal twittern und der restlichen Twitterwelt mitteilen.

Eine weltweite Highscore-Funktion soll jedoch mit einem der nächsten Updates folgen.

Neben der reduzierten Steuerung fällt auch die Retro-Grafik auf.
Im besten 8-Bit-Style springt und läuft man durch die Klötzchen-Landschaft und legt Meter um Meter zurück.
Dabei passiert auch im Hintergrund sehr viel.
Riesige Aliens (?) zerstören die Stadt, Raumschiffe heizen über einen hinweg etc.
Die Musik passt zum gesamten Spiel und treibt einen richtig an – insgesamt also ein schön rundes Konzept:
Eine einfache Spielidee, auf das Wesentliche reduziert aber trotzdem schick umgesetzt.
Und wenn dann bald noch der fehlende Online-Highscore dazukommt, dann ist das ohnehin schon gute Spiel perfekt!

Übrigens:
„Canabalt“ gibt es für 2,39 Euro im AppStore.

Für die niedrigpreisverwöhnten iPhone- und iPod-Zocker und 79-Cent-Rufer vielleicht auf den ersten Blick zu teuer, aber mal ehrlich:
Für was für einen Sch**ß gibt man mal eben zwei, drei Euro aus ohne groß darüber nachzudenken?
Dann kann man den Canabalt-Programmierern ruhig mal ein bisschen Geld zustecken, oder? ;-)
Und das Spiel ist es echt wert!

Und wer kein Geld zahlen oder das Spiel erstmal ausprobieren möchte, dem kann ich die Canabalt-Internetseite ans Herz legen:
Auf www.canabalt.com gibt es das Spiel als kostenloses Flash-Spiel.

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