Der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) wurde unterzeichnet

Am gestrigen Donnerstag wurde der Jugendmedienschutz-Staatsvertrag (JMStV) von den Ministern unterzeichnet.
Dieser sieht (u.a.) eine Alterskennzeichnung von Webinhalten vor, so wie man ihn zum Beispiel von Kinofilmen oder Computerspielen kennt.

Ein kleines Experiment des AK Zensur hat gezeigt: Diese Kennzeichnung der Webinhalte funktioniert nicht, das Ganze ist schlicht und einfach Bullshit und nicht zuende gedacht.

Oh! Ich habe „Bullshit“ geschrieben!
Ist dieser Blog damit nun FSK16? Oder geht das noch als FSK12 durch?

Alleine dieses kleine Beispiel zeigt doch schon, wie schwierig es ist, Inhalte in „Altersklassen“ einzustufen.
Aber wie gesagt: Mehr dazu beim AK Zensur *klick*

Unter dem Vorwand „Jugendschutz“ werden ohne jegliches Sachverständnis (Sendezeiten im Internet, ich bitte euch!!!!) und völlig planlos mit dem JMStV Dinge beschlossen, die fernab jeglicher Realität sind.
Da wird versucht, das Internet in Kategorien einzuteilen ohne die speziellen Eigenheiten dieses Mediums zu beachten (bzw. zu verstehen).

Bevor ich mich weiter über diesen Kram aufrege, verweise ich lieber auf zwei sehr interessante Texte zu diesem Thema:
Zum einen hat Alvar Freude vom AK Zensur *klick* etwas dazu geschrieben und auch bei Spiegel online *klick* gibt es einen lesenswerten Artikel zu diesem Thema.

(Oh, Links auf andere Seiten! Muss ich indanett.de nun auf „Ab 18“ setzen, weil man auf spiegel.de evtl. die ein oder andere nackte Frau sehen könnte und ich auf die Seite verlinke??)

Ach ja, hier noch die Pressemitteilung der Landesregierung Rheinland-Pfalz zum JMStV *klick*.

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hey,

    befasse mich gerade auh mit diesem Thema [Beitrag dazu aber noch nicht veröffentlicht] und kann dir da nur zu stimmen… dieser Beschluss öffnet wieder einmal nur die Tür für die Zensur und spricht dem Bürger jegliche Mündigkeit ab.
    Woher soll ich wissen ob Politik vll. nicht doch erst ab 12 Jahren geeignet ist ?!
    Wenn ich nun auch noch meine Seite „falsch“ indiziere, bekomm ich vll. noch ne Anzeige weil man über die Youtubescripte auch ü18 Inhalte aufrufen kann, obwohl das Quellvideo doch ein ganz anderes war… etc. etc. etc.
    Damit werde ich mich auf jeden Fall noch mehr auseinandersetzen.

    PS: natürlich geflattrt.

  2. Danke für’s flattrn! 🙂

    Jau, ich bin mal gespannt, was da auf (private) Internetseitenbetreiber alles so zukommt.
    Toll ist auf jeden Fall was anderes. :/

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.