DKMS – Ich hab mich bei der Knochenmarkspenderdatei registrieren lassen

 

Blut spende ich schon, seit meinem Zivildienst. Da sind mittlerweile einige Liter geflossen. ;)

Mit der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (oder genauer: „DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gemeinnützige Gesellschaft mbH“), hingegen habe ich mich irgendwie nie so richtig auseinander gesetzt.

Aus aktuellem Anlass *klick* habe ich mich jedoch entschlossen, mich in die Spenderdatei aufnehmen zu lassen.

Letzten Mittwoch (25. Mai 2011) gab es im Rahmen eines regulären Blutspendetermins des Deutschen Roten Kreuzes zusätzlich eine Typisierungs-Aktion.
Im Vorfeld wurde fleißig in (Sport)Vereinen, Medien usw. für diese Aktion geworben (eine weitere Typisierung findet im Juni statt) und entsprechend groß war der Andrang.
Schon erstaunlich, wieviele Leute sich mobilisieren lassen, wenn es um eine konkrete Person geht.

Trotz der Massen war die Aktion erstaunlich gut organisiert.

Wer kein Blut spenden und sich nur Typisieren lassen wollte, wurde direkt am Eingang „abgefangen“ und mit dem entsprechenden Formular versorgt.
Schnell ausgefüllt und ab ging es dann in die „Typisierungs-Ecke“.

Auch dort ging es, dank fähigem Personal, schnell und ohne Probleme.
So schnell und gut wurde mir noch die Blut abgezapft:
Desinfektion -> kurz nach der richtigen Stelle suchen -> *picks* -> *zapf* -> fertig, Pflaster drauf.

Die ganze „Zapf-Aktion“ hat vielleicht knapp ’ne Minute gedauert, mit dem Papierkram und kurzer Wartezeit gute 10 Minuten.
Also wirklich kein großer (Zeit)Aufwand.

Nun werde ich also in die Knochenmarkspenderdatei aufgenommen und werde vielleicht irgendwann mal als „genetischer Zwilling“ einem Menschen helfen können. Und vielleicht sogar Jan.

Ach ja:
Natürlich habe ich mir auch Gedanken für den Fall gemacht, falls ich wirklich als Spender in Frage kommen sollte.
„Knochenmarkspende“ hört sich sehr martialisch, brutal an.

Aber: Kommt man als Spender in Frage, gibt es zwei Möglichkeiten:

Entweder es wird ein Knochenmark-Blutgemisch während einer OP unter Vollnarkose entnommen oder es kommt zur einer Blutstammzellspende über eine Art „Dialyse“ („periphere Stammzellentnahme“), ähnlich wie eine lange Blutspende (das dauert ungefähr 4, 5 Stunden).
Wobei die Knochenmarkentnahme aus dem Beckenkamm nur noch in wenigen (Spezial)Fällen nötig ist, heutzutage überwiegt die periphere Stammzellentnahme mit 80 %.

Wie gesagt:
Überlegt es euch doch mal, euch auch bei der Knochenmarkspenderdatei zu registrieren. Es ist nur ein kleiner Pieks. Und wer das mit dem Blutabnehmen nicht mag, kann sich auch per Wangenabstrich mit einem Wattestäbchen registieren lassen.

 

Hier noch ein paar Links zum Thema:

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Gute Aktion, da ich ja nun auch endlich mal angefangen habe Blut zu spenden – wo ich mir das Jahre lang vorgenommen hab – wäre das durchaus ein weiterer Schritt. Einen Organspendeausweis wollte ich mir auch nochmal zu legen … sind das Dinge, an die man in unserem Alter denkt, wat meinste Nico?

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