More than honey – Dokumtarfilm über Bienen

More than honey - Ticket

Am Wochenende habe ich mehr spontan als geplant den Film „More than honey“ gesehen, da ich den Film gar nicht so wirklich auf meiner „Muss ich unbedingt gucken“-Liste hatte. Aber: der Film ist super, Danke an @piratte für den Tipp!

Um was geht es?

Der (Dokumentar)Film von Markus Imhoof behandelt – wie der Name schon vermuten lässt – das Thema Bienen. Jeder verbindet mit den schwarz-gelben Insekten Honig und vielleicht noch diese nervige kleine „Biester“, die einen morgens beim Frühstück auf der Terrasse nerven. Aber der Film zeigt, dass es eben „mehr als Honig“ ist. Er zeigt sehr deutlich, welche wichtige Rolle Bienen im Kreislauf der Natur spielen und was passiert, wenn dieser Kreislauf gestört wird.

Im Film werden exemplarisch zwei völlig unterschiedliche Arten der Bienen-Haltung gezeigt. Zum einen die möglichst natürliche Haltung am Beispiels eines Imkers aus der Schweiz, dessen Familie schon seit mehreren Generationen Bienen hält und züchtet – und zum anderen eine große Firma aus den USA, die die Bienen als reines Produktionsmittel betrachten und tausende von Völkern quer durch das ganze Land fährt um das Maximale an Arbeitsleistung aus den Bienen heraus zu holen. Auf der einen Seite also die Biene, die möglichst naturnah gehalten wird, auf der anderen Seite die Biene, die einfach funktionieren muss, egal wie und egal warum.

Der Film macht nachdenklich. Und zeigt am Beispiel der Bienen auf, wo die Probleme liegen, wenn man versucht die Natur zu sehr zu beinflussen. Erschreckend: selbst der „Industrie-Imker“ aus Kalifornien weiß, dass das was sie machen im Grunde nicht gut ist. Ändert aber auch nicht wirklich etwas daran, da der Profit und die Zahlen am Ende des Geschäftjahres mehr zählen.

Auch wenn der Vergleich zwischen diesen beiden Arten der Haltung im Mittelpunkt des Films steht, wird zwischendurch immer wieder in schönen Bildern und Szenen auch auf die Biene an sich eingegangen. Wie funktioniert ein Bienenvolk und wie ist es organisiert? Was macht eine Drohne? Wie entsteht eine Königin? Und wie kann der Mensch in Form des Imkers Einfluß auf seine Bienen nehmen?

Sehr symphatisch: auch wenn der Film natürlich auf die oben genannten Probleme aufmerksam machen möchte, macht er dies nicht mit dem erhobenen Zeigefinger. Er zeigt verschiedene Perspektiven: den Idealfall und den „Problemfall“ – und erklärt zwischendurch, warum bestimmte Dinge nicht gut sind. Die Schlußfolgerungen überlässt er größtenteils dem Zuschauer selbst.

Wie gesagt: bis kurz vor dem Besuch des Films hatte ich diesen nicht wirklich auf dem Schirm, aber ich war mehr als positiv überrascht und kann den Film nur empfehlen. Er wird sicherlich auch früher oder später auf DVD bzw. BluRay erscheinen, aber im Kino auf der großen Leinwand kommt er schon ziemlich toll rüber. Deshalb mein Tipp: wenn der Film in deiner Nähe im Kino läuft: angucken.

Hier noch der Trailer zum Film:

Die offizielle Internetseite zum Film gibt es unter www.morethanhoney.senator.de

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